Chemie
Sekundarstufe II
Organische Stoffklassen
Löslichkeit und Mehrphasensystem
Datum:

Warum mischen sich Heptan und Wasser nicht dauerhaft?

Gleiches löst sich in Gleichem? Und wie ist das bei "Ungleichem"?

28.12.2025
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ID 21915

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Gregor von BorstelDavid Weninger
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Die Idee dahinterPDF

Die Idee dahinter

Ziele
Die Lernenden nutzen ihr Wissen über zwischenmolekulare Wechselwirkungen zur genauen Erläuterung der Vorgänge beim Ver- und Entmischen eines unpolaren und eines polaren Stoffes auf Teilchenebene.

Die Lernenden ...

  • erläutern intermolekulare Wechselwirkungen organischer Verbindungen und erklären ausgewählte Eigenschaften sowie die Verwendung organischer Stoffe auf dieser Grundlage.
  • stellen Hypothesen zu Struktureigenschaftsbeziehungen einer ausgewählten Stoffklasse auf und untersuchen diese experimentell.
  • beurteilen die Verwendung von Lösemitteln in Produkten des Alltags auch im Hinblick auf die Entsorgung aus chemischer und ökologischer Perspektive.
kurze Beschreibung

In dieser Sequenz werden nicht verschiedene Alkohole und deren Löslichkeit in Wasser oder Heptan verglichen und erklärt, sondern es wird vernetzend und zunehmend komplexer betrachtet und erläutert

  • warum sich polare und unpolare Stoffe nicht dauerhaft mischen (Wasser – Heptan),
  • warum sich polare Farbstoffe in polaren Lösemitteln besser lösen als in unpolaren und umgekehrt (zweiphasige Systeme, Phasengrenze, Ausschütteln, Lösevorgang auf Teilchenebene),
  • inwiefern Ethanol ein universelles Lösemittel ist und damit ein exemplarischer Stellvertreter eines grenzflächenaktiven Stoffes.
ausführliche Beschreibung

Hier eine komplette Beschreibung, die zwar älter ist, aber noch ausreichend den grundlegenden Gedanken skizziert.

Mittlerweile gehen wir allerdings „back to the roots“: unsere Erfahrung zeigt, dass haptische Modelle (Eigenbau, 3D-Druck) den Lernenden einen einfacheren und zügigeren Einblick in die Teilchenebene ermöglichen, als die digitale Anordnung. Auf Fotos oder Whiteboards davon können dann Wechselwirkungen ergänzt werden.

Einbettung

Lösungen von Schülerinnen am Whiteboard mit haptischen Modellen.1

Einbettung

Eine Reihe vernetzt strukturieren.2

M1

Zwischenmolekulare Wechselwirkungen? Das hatten wir doch schon, oder?

Übersicht

Was rückt nun in den Fokus? 2

Ein einfaches System zum Einstieg
Schutzbrille

Wir haben doch schon mit Hilfe der zwischenmolekulare Wechselwirkungen die Siedetemperaturen erläutert, oder?

Ja, korrekt. Da ging es in der Regel um Wechselwirkungen zwischen gleichen Molekülen. Die selben Gedanken und Erklärungen können wir aber auch verwenden, wenn wir uns überlegen, warum die Moleküle verschiedener Stoffe (nicht) gut zusammenhalten.

Aufgaben

  1. Beschreiben Sie das in Galerie 1 abgebildete Szenario.
  2. Stellen Sie einen sinnvollen Zusammenhang zwischen der Havarie eines Schiffes, dessen Tank leck schlägt, und der Kapitelüberschrift her.
M2

Öl und Wasser - was passiert da?

Löslichkeiten und Mischbarkeiten

Was rückt nun in den Fokus? 3

Ein einfaches System zum Einstieg
Schutzbrille

Wir wollen im Folgenden mit Hilfe eines Modellversuchs unter Verwendung von Teilchendarstellungen nachvollziehen, warum sich Heptan nicht dauerhaft mit Wasser mischen lässt.

Unsere Erläuterungen werden auf Teilchenebene erfolgen

Ein Blick durch unsere Teilchenbrille.4

Aufgaben

  1. Führen Sie den Modellversuch V1 durch. Betrachten Sie gegebenenfalls zusätzlich das Video V1.
  2. Beschreiben Sie ihre Beobachtungen unter der Verwendung des Fachbegriffs Phasengrenze, den Sie recherchieren.
  3. Betrachten Sie die drei Fotos zu den ausgewählten Zeitpunkten 1 bis 3 in M3. Erstellen Sie analog zu dem bereits dargestellten Teilchenmodell für den ersten Zeitpunkt die noch fehlenden Darstellungen auf Teilchenebene für die anderen beiden Situationen. Nutzen Sie dazu bevorzugt „haptische“ Modelle. Halten Sie ihre Darstellungen der Teilchenebene als Bild fest.
  4. Zeichnen Sie in ihre Abbildungen Teilladungen und zwischenmolekulare Kräfte z. B. in Form von Pfeilen exemplarisch ein.
  5. Bereiten Sie sich darauf vor, die Beobachtungen mit Hilfe der Darstellungen verbal zu erläutern.
V1

Versuch

Materialien
  • Schutzbrille
  • Schnappdeckelglas mit Deckel
  • ggf. haptische Teilchenmodelle
    • für die Darstellung zur Versuchsauswertung
Chemikalien
  • Heptan
    • Anstelle von Mineralöl nutzen wir im Versuch Heptan.
  • Wasser
Aufbau und Entsorgung

Beide Flüssigkeiten wurden zuvor von der Lehrperson eingefüllt. Das Glas ist aufgrund des Gefährdungspotentials von Heptan verschlossen und muss verschlossen bleiben.
Geben Sie nach dem Versuch das verschlossene Glas zurück. Wir verwenden es für Folgeversuche.

Durchführung
  • Betrachten Sie zunächst das mit Heptan und Wasser gefüllte Gefäß. Schütteln Sie dann das verschlossene Gefäß kräftig für mehrere Sekunden. Stellen Sie es ab und beobachten Sie für 20 Sekunden.
  • Führen Sie den Versuch erneut durch und halten Sie Beobachtungen zu prägnanten Zeitpunkten fotografisch und in Worten fest. 
Videografie des Versuchs

Alternativ bzw. additiv: Video des Versuchs5

M3

Vorlagen für die Auswertung und Erläuterung

Zeitpunkt 1

Vor dem Schütteln4

Zeitpunkt 2

Direkt nach dem Schütteln4

Zeitpunkt 3

Kurze Zeit später4

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Warum mischen sich Heptan und Wasser nicht dauerhaft?
Gleiches löst sich in Gleichem? Und wie ist das bei "Ungleichem"?
https://lncu.davidweninger.de/material/warum-mischen-sich-heptan-und-wasser-nicht-dauerhaft/