Chemie
Sekundarstufe II
Säuren, Basen & analytische Verfahren
Puffersysteme
Datum:

Experiment zur Wirkung von Pufferlösungen

Wie viel Säure oder Lauge muss man hinzufügen, bis sich der pH-Wert drastisch ändert?

21.12.2025
22286
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ID 22286

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Andreas BöhmAndrea SchumacherDavid Weninger
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Die Idee dahinterPDF

Aufgaben

  1. Führen Sie den Versuch V1 zunächst mit Salzsäure und bei genügend Zeit auch mit Natronlauge durch.
  2. Betrachten Sie das vereinfachte Teilchenmodell in M1 und verdeutlichen Sie sich mit ihrer Hilfe die prinzipielle Wirkungsweise von Puffern. Bereiten Sie sich auf eine kurze Präsentation vor.
  3. Das Teilchenmodell in M1 ist stark vereinfacht. Würde dies stimmen, wäre der pH-Wert der Lösung 7 und er würde sich bei Zugabe von Säure oder Lauge gar nicht ändern. Überlegen Sie, was das Modell nicht zeigt, was aber erklären würde, warum der pH-Wert am Anfang ungleich 7 ist und sich zunächst nur geringfügig ändert.
V1

Pufferwirkung eines Essigsäure-Acetat-Gemisches

Materialien
  • Schutzbrille
  • 5 50 mL Bechergläser
  • Pipette
  • Spatel
  • pH-Meter
    • Optional
Chemikalien
  • Essigsäure 1 mol/L
    • Je Gruppe 40 mL
  • Salzsäure 1 mol/L
  • Natronlauge 1 mol/L
  • Natriumacetat oder Natriumacetat-Trihydrat
    • Je Gruppe werden 2,3 g bzw. 3,81 g (als Trihydrat) benötigt
  • Universalindikator-Lösung
Indikatorskala

Skala zum Universalindikator.

Aufräumen

Später alle Flüssigkeiten vereinen und über den Abguss entsorgen. Gegenstände spülen und an ihren Ursprung zurückstellen.

Aufbau

Skizze zum Aufbau.1

Durchführung
  • Becherglas 1 + 2: 20 mL Leitungswasser + 5 Tropfen Universalindikator (Farbvergleich)
  • Becherglas 2:  Wie Becherglas 1
  • Becherglas 3: 20 mL Essigsäure der Konzentration 1 mol/L + 1,64 g Natriumacetat (oder 2,72 g als Trihydrat) + 5 Tropfen Universalindikator
  • Becherglas 4: 8 mL Essigsäure der Konzentration 1 mol/L + 12 mL dest. Wasser + 0,66 g Natriumacetat (oder 1,09 g als Trihydrat) + 5 Tropfen Universalindikator
  • Becherglas 5: Wie Becherglas 3 (Farbvergleich)

In den Bechergläsern 2 – 4 so lange dieselbe Anzahl an Tropfen Salzsäure (oder Natronlauge) portionsweise hinzugeben und den pH-Wert der Lösung erfassen, bis sich dieser merklich ändert. Die Messwerte gemäß der Vorlage tabellarisch notieren. Der pH-Wert kann mittels der Farbe des Universalindikators gemäß Abb. 1 optisch ermittelt werden oder auch zusätzlich digital mittels pH-Meter.

Vorlage zur Dokumentation

Vorlage zur Dokumentation der Messergebnisse.

M1

Teilchenmodell

Weiteres

Stark vereinfachte Visualisierung der Pufferwirkung auf Teilchenebene.

Aufgaben zu M2

  1. Erläutern Sie mit Hilfe von M2, inwiefern man bei Kenntnis der Konzentrationen innerhalb der Pufferlösung den pH-Wert der Lösung berechnen kann.
  2. Geben Sie Beobachtungen aus V1 an, die man mit Hilfe von M2 erklären kann.
  3. Erklären Sie, warum man für einen Puffer eine schwache Säure benötigt, deren korrespondierende Base ebenfalls schwach ist.
M2

pH-Wert-Änderung des Puffers

Weiteres

Visualisierung zur Pufferwirkung: pH-Wert-Veränderung.1

Aufgaben zu M3

  1. Beschreiben Sie die Diagramme in M3. Geben Sie an, welche weitergehenden Aspekte die Diagramme im Vergleich zum einfachen Teilchenmodell in M1 berücksichtigen.
  2. Geben Sie Beobachtungen aus V1 an, die man mit Hilfe von M3 erklären kann.
M3

Pufferkapazität

Weiteres

Visualisierung zur Pufferwirkung: Pufferkapazität.1

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Experiment zur Wirkung von Pufferlösungen
Wie viel Säure oder Lauge muss man hinzufügen, bis sich der pH-Wert drastisch ändert?
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