Worum geht es in dem Projekt?
Was bedeutet „Internationale Klasse“
Die Internationale Klasse (IK) am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium ist ein besonderes Bildungsangebot für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern, sprechen verschiedene Sprachen und stehen vor der riesigen Aufgabe, sich zurechtzufinden.
Im Mittelpunkt steht der intensive Erwerb der deutschen Sprache – aber genauso wichtig ist das Ankommen im Alltag, das Kennenlernen von Gewohnheiten, Regeln und Möglichkeiten. Integration bedeutet hier nicht nur Unterricht, sondern Teilhabe am Leben.
Genau hier setzt unser Fahrradprojekt an.
Wir verschaffen uns einen Überblick.1
O-Ton aus dem Projekt
„… und dann sind wir alle mit einem eigenen Rad nach Hause gefahren.“
Kinder stark machen
Räder werden repariert.1
Alle Kinder kommen neu an – zunächst einmal mit wenig Anbindung, ohne sichere Wege, oft ohne „Ich bin dabei“. Ein Fahrrad kann das ändern:
- Mobilität im Alltag (Schulweg, Freunde, Training)
- Sicherheit (Radbeherrschung, Verkehr, Sehen und gesehen werden)
- Sprache im Tun (Wörter, Handgriffe, Absprachen – nicht nur im Heft)
- Gemeinschaft: nicht „die Neuen“, sondern „wir fahren zusammen“
=> Teilhabe, Mut, Selbstwirksamkeit
Zwei Schuljahre – eine Idee
Etwas für uns und andere tun
Die Idee war im ersten Schuljahr simpel: Räder organisieren, verkehrssicher machen, üben, losfahren.
Binnen 48 Stunden nach dem Spendenaufruf waren die benötigten Räder da – wir waren alle baff!
Dann kam auch die mobile Werkstatt dazu. Gemeinsam mit einem Zweiradmechanikermeister, den wir aus der Zusammenarbeit mit dem Repair Cafe kannten, wurden die Räder fit gemacht – und plötzlich war „Deutsch lernen“ nicht getrennt vom Leben, sondern mittendrin.
Weitere Räder werden repariert.1
Im zweiten Jahr wollten wir ursprünglich möglichst viele Fahrräder aus der ganzen Schulgemeinschaft fit machen.
Dann stießen im Oktober weitere zwölf Kinder zur IK dazu – und sie brauchten natürlich erst einmal ebenfalls ein Fahrrad.
Lukas, der Zweiradmechanikermeister brachte Lilith als Verstärkung mit. Der Rotary Club und und der Förderverein unterstützten großzügig. Und dann hieß es erneut: Mittwoch für Mittwoch ein Rad nach dem anderen reparieren.
Wir haben viel gelernt. Viel gelacht. Und am Ende: eine gemeinsame Radtour gemacht.
Nachhaltigkeit, die man anfassen kann
Unterwegs2
- Reparieren statt wegwerfen: Dinge bekommen ein zweites Leben – und Kinder erleben, dass sie das können.
- Nachhaltige Mobilität: Wer Rad fährt, ist unabhängiger – und bewegt sich klimafreundlich.
- Nachhaltig ist auch das, was Kinder dadurch lernen: Verantwortung, Können, Teilhabe.
Dies ist uns wichtig
Danke an alle, die Räder gespendet, mit geschraubt oder finanziell unterstützt haben – besonders an:
- Lukas Winkler (WiegeWerk Alfter) und Lilith
- den Rotary Club Bornheim
- den Förderverein des Alexander-von-Humboldt Gymnasiums Bornheim
- Jan Macke und Gerhardt-Analytik
- die Elternschaft und viele weitere Unterstützer:innen für ihre Radspenden




