LNCU

LEBENSNAHER CHEMIEUNTERRICHT

SUCHERGEBNISSE: 255
Chemie
Sekundarstufe II
Reaktionsgeschwindigkeit & Gleichgewichte
Reaktionsgeschwindigkeit
Datum:

Auf die Oberfläche kommt es an

Die Reaktionsgeschwindigkeit und der Zerteilungsgrad

06.04.2026
31620
225

LNCU.de
ID 31620

CC-BY-SA 4.0Online abrufen
Gregor von BorstelDavid Weninger
0
Die Idee dahinterPDF
M1

Verändert sich die Reaktionsgeschwindigkeit mit der Größe der Oberfläche?

Kleine Holzspäne lassen sich schneller entzünden als ein dicker Holzstamm. Ein Medikament in Tablettenform löst sich langsamer im Magen auf als das gleiche Medikament in Pulverform. Die Oberfläche eines Feststoffes scheint einen Einfluss auf die Reaktionsgeschwindigkeit zu haben.

Weiteres

Im Folgenden beantworten wir die Frage exemplarisch für die Bildung von Wasserstoff bei der Reaktion von Salzsäure mit Magnesium:

Magnesium reagiert mit Protonen

und erklären die Beobachtungen mit der sogenannten Stoßtheorie auf Teilchenebene.

Aufgaben

  1. Formulieren Sie eine Erwartung bezüglich der Geschwindigkeit der Reaktion von Magnesium mit Salzsäure, wenn man die Oberfläche des Feststoffes vergrößert. 
  2. Schlagen Sie einen prinzipell geeigneten Versuch vor, ihre Erwartung zu prüfen und benennen Sie die wesentlichen Aspekte, die es zu beachten gilt.
  3. Führen Sie den Versuch V1 durch und filmen Sie das Experiment, um es nachfolgend auszuwerten.
  4. Werten Sie ihre Ergebnisse auch unter Verwendung von M2 aus.
M2

Die Stoßtheorie

Ein Modell zur Stoßtheorie an festen Oberflächen

Stoffe müssen zusammenkommen, um zu reagieren.
Auf Teilchenebene bedeutet dies, dass Atome, Ionen oder Moleküle zusammenstoßen müssen, damit Reaktionen stattfinden können.

Die meisten der Reaktionen, die wir betrachten, finden in einer Phase statt und an ihnen sind dann entweder nur Gase oder Lösungen beteiligt.

Wenn sich Reaktanten aber in unterschiedlichen Phasen befinden, wenn also zum Beispiel einer der Stoffe eine Flüssigkeit und der andere Stoff ein Festkörper ist, ist die Reaktion auf ihre Grenzflächen beschränkt.

Vergrößert man die Oberfläche des Feststoffes, so finden auf Teilchenebene die Zusammenstöße, die für eine Reaktion notwendig sind, häufiger statt.

Weiteres

Modell des Versuchs auf Teilchenebene im Vergleich3

Hinweis
  • der blaue Hintergrund im vereinfachten Modell soll zeigen, dass es sich um eine Lösung handelt, in der die Ionen frei beweglich sind. Eine zusätzliche Darstellung der Wassermoleküle als Teilchen würde die Abb. überfrachten.
  • Die Wasserstoff-Ionen (H+) sind demzufolge hier nicht als Oxonium-Ionen (H3O+) dargestellt

Teilen

Auf die Oberfläche kommt es an
Die Reaktionsgeschwindigkeit und der Zerteilungsgrad
https://lncu.davidweninger.de/material/auf-die-oberflaeche-kommt-es-an/