Aufgaben
- Vorwissen aktivieren: Sieh dir die Abbildung 1 zur Wort- und Formelgleichung an.
Notiere stichpunktartig, was du noch zu mindestens zwei der folgenden Begriffe weißt: Atom, Element, chemische Reaktion, Masse. - Vier Forscher, ein roter Faden: Lies die Kurztexte zu Lavoisier, Proust, Dalton und Berzelius.
Erkläre anschließend in eigenen Worten, wie die Arbeiten der vier Forscher zusammenhängen. Nutze dabei die folgenden Begriffe: Masse – Verhältnis – Atom – SymbolHilfe: Überlege, welches Problem Lavoisier und Proust mit ihren Gesetzen beschrieben haben – und wie Dalton und Berzelius darauf aufgebaut haben.
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Nur Männer? Im Rückblick werden ausschließlich männliche Forscher vorgestellt.
Schritt 1: Notiere zunächst für dich allein: Woran könnte das liegen? Überlege dir mögliche Erklärungen.
Schritt 2: Stelle dem Lernbot in M1 folgende Frage: „Warum kommen in vielen Chemiebüchern so wenige Frauen vor? Gab es früher keine Wissenschaftlerinnen?“
Schritt 3: Vergleiche die Antwort des Bots mit deinen eigenen Überlegungen aus Schritt 1. Was geht dir nun durch den Kopf?
Einige Gedanken vorab
Rückblick
Erinnerst Du dich? Um die Jahrhundertwende zum 19. Jahrhundert hatte man erste konkrete Vorstellungen von Atomen entwickelt, die Zusammensetzung von Stoffen beschreiben und das Gesetz von der Erhaltung der Masse erklären können.
Rückblick: von der Wort- zur Formelgleichung1
Weiteres
Antoine de Lavoisier (1743–1794) gilt als Begründer der modernen Chemie. Er formulierte das Gesetz der Massenerhaltung (auch: 1. chemisches Grundgesetz), das besagt:
„Bei einer chemischen Reaktion bleibt die Gesamtmasse der reagierenden Stoffe und der Produkte stets konstant.“
Joseph Louis Proust (1754–1826) war der entscheidende Chemiker, der das sogenannte Gesetz der konstanten Proportionen (auch: Gesetz der definierten Proportionen) formulierte. Dieses Gesetz stellt das 2. chemische Grundgesetz dar und lautet:
„In einer chemischen Verbindung sind die Elemente stets in einem bestimmten Massenverhältnis enthalten, unabhängig davon, wie die Verbindung hergestellt wurde oder woher die Ausgangsstoffe stammen.“
Moderne, vereinfachte Übersicht über die Idee Daltons2
Dalton griff diese experimentellen Befunde auf und interpretierte sie revolutionär: Er stellte die Hypothese auf, dass Materie aus kleinsten Teilchen besteht – den Atomen. Sein Modell erklärt das Gesetz der Massenerhaltung (weil Atome bei Reaktionen nicht „verschwinden“) und das Gesetz der konstanten Proportionen (weil Verbindungen durch feste, atomare Zahlenverhältnisse gebildet werden).
Daltons Arbeit verband also direkt die Erkenntnisse von Lavoisier und Proust zu einer Theorie, die chemisches Geschehen erstmals auf atomarer Ebene beschrieb.
Dalton nahm an, dass es nur wenige elementare Stoffe gibt, die jeweils aus einer einzigen Sorte Atome bestehen, während die meisten anderen Stoffe als Verbindungen aus den Atomen verschiedener Elemente aufgebaut sind.
Jöns Jakob Berzelius (1779–1848) spielte eine zentrale Rolle als Systematisierer in der Chemie des 19. Jahrhunderts und verbindet die Arbeiten von Lavoisier, Proust und Dalton mit der weiteren Entwicklung der chemischen Grundgesetze:
Einführung der chemischen Symbolik: Berzelius führte das heute noch gebräuchliche System von chemischen Symbolen und Formelschreibweisen ein.
Systematische Bestimmung der Atommassen: Berzelius bestimmte mit hoher Genauigkeit die relativen Atommassen zahlreicher Elemente und schuf so eine sichere Datengrundlage für die entstehende Atomtheorie (Dalton) und für spätere Periodensysteme.
Beleg und Bestätigung der Grundgesetze: Durch seine exakten Analysen bestätigte er experimentell die Gesetze von Lavoisier (Massenerhaltung) und Proust (konstante Proportionen) und wies nach, dass chemische Verbindungen tatsächlich in ganz bestimmten Massenverhältnissen auftreten.
Lauter männliche Forscher?
In dem Rückblick werden nur männliche Forscher genannt, obwohl Frauen ebenso gute Forscherinnen sind und waren.
Lass uns darüber heute einmal reden. Damit Du genügend Input dazu bekommen kannst, haben wir einen Chatbot3beauftragt, Informationen dazu bereit zu stellen und deine Fragen dazu zu beantworten.
Aufgaben
- Lies den Abschnitt über Lothar Meyer und Mendelejew aufmerksam.
- Formuliere anschließend in einem Satz das Problem, das Mendelejew lösen wollte – so, als wärst du Mendelejew selbst und würdest die Frage stellen, die dich beschäftigt hat. Beginne so: „Wie kann ich …„
Einwicklung erster Vorstellungen
Auf der Suche nach Zusammenhängen
Chemiebücher der damaligen Zeit wurden ständig überarbeitet, da man immer mehr und genauer Stoffe, deren Eigenschaften und Zusammensetzungen untersuchte. Dabei erkannte man auch, dass es Gruppen von Elementen gab, die sich in Reaktionen ähnlich verhielten.
Ausschnitt aus einem Buch des Schweden Berzelius von 1825, übersetzt von F. Wöhler, einem ebenso berühmten Chemiker und Schüler von Berzelius.4
Ein Ordnungssystem entsteht
Bereits 1864 erkannte Lothar Meyer bei den Eigenschaften von Elementen in gewissen Abständen Regelmäßigkeiten, wenn er sie nach dem Atomgewicht ordnete. 1869 gelang dann Dmitri Mendelejew ein Durchbruch. In seiner Arbeit „Versuch eines Systems der Elemente, begründet auf deren Atomgewichten“ findet sich zum ersten Mal der Ausdruck „das Periodensystem der Elemente.“5


Begründer des „PSE“ und eine Tabelle von Mendelejew.6




