Aufgaben zur Modellierung
- Vergleiche zunächst noch einmal die Erwartungen an den Streuversuch mit den gemachten Beobachtungen. Nutze dein Trefferbild, deine Aufzeichnungen und die Abbildung und begründe, was nach diesem Versuch gegen die Tragfähigkeit der „vorherigen“ Modelle spricht.
- Versuche dich einmal selbst daran: Wie müsste ein Atom aufgebaut sein, so dass die meisten der positiv geladenen alpha-Teilchen eine Schicht aus 1000 Atomen problemlos durchfliegen können, manche aber abgelenkt und ganz wenige sogar komplett zurückgeworfen werden ?
- Dann vergleiche dies mit Rutherfords Schlussfolgerungen zu seinem Atommodell.
- Trage in die Vorlage zu Rutherfords Atommodell abschließend die wichtigsten Aspekte ein, und erkläre bei jedem Aspekt, wie Rutherford darauf schließen konnte.
Auswertung und ein neues Modell
Rutherfords Schlussfolgerungen
Vergegenwärtige dir noch einmal die Ladung des Alpha-Teilchens.
Aus den Beobachtungen, dass viele Alpha-Teilchen die Goldatome einfach passierten, einige wenige abgelenkt wurden und zudem etwa jedes 100.000 Alpha-Teilchen reflektiert wurde, zog Rutherford seine entscheidende Schlussfolgerung:
Die positive Ladung und fast die gesamte Masse eines Atoms ist in einem winzigen Kern konzentriert. Um den Kern herum befindet sich eine vergleichsweise „leere“ Hülle aus Elektronen. Diese wiederum haben eine viel geringere Masse als die Protonen.
So entstand das berühmte Kern‑Hülle‑Modell, das unser Verständnis vom Atombau grundlegend veränderte.
Was Kern-Hülle-Modell des Atoms erklärt


Streuversuch und Kern-Hülle-Modell1
Wichtigste Aussagen des Kern-Hülle-Modells
- Jedes Atom besteht aus einem sehr kleinen, positiv geladenen Atomkern und einer negativ geladenen Elektronenhülle.
- Fast die gesamte Masse steckt im Kern; die Hülle ist größtenteils leerer Raum.
- Größenverhältnis: Der Atomdurchmesser ist je nach Element etwa 10.000 bis 100.000‑mal größer als der Kerndurchmesser. Vergleich: Wäre das Atom so groß wie ein Fußballstadion, wäre der Kern maximal etwa erbsengroß in der Mitte.
- In der Hülle befinden sich Elektronen (e−), sie haben eine sehr kleine Masse aber genau die entgegengesetzte Ladung eines Protons.
- Die positive Ladung im Kern steckt in den sogenannten Protonen (p⁺). Rutherford prägte diesen Begriff 1920 – also mehr als ein Jahrzehnt nach dem Streuversuch. Protonen sind viel schwerer als Elektronen.“
- Da Protonen und Elektronen „genau gegensätzlich geladene Atombausteine“ sind und das Atom elektrisch neutral ist, muss die Anzahl der Elektronen = Anzahl der Protonen sein.
- Die Neutronen (neutral, n oder n0) im Kern wurden erst später entdeckt; im einfachen Rutherford‑Modell werden sie daher oft weggelassen. Aber wir fügen sie schon mal hinzu.
Vorlage einer Übersicht zum Kern-Hülle-Modell
Übersicht zum Runterladen und Ausfüllen.2
Denke einmal nach: warum kann man den Kern und das gesamte Atom in einer Abbildung eigentlich nicht maßstabsgetreu darstellen?

